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Noten für den Posaunenchor

Der Posaunenchor ist eine Musikgruppe bestehend aus Frauen und Männern, die mehr oder weniger gut Noten lesen und ihr Instrument spielen können*. Das Besondere daran ist, dass es sich ausnahmslos um Instrumentalisten mit Blechblasinstrumenten handelt. Diese Laiengruppe sollte sich regelmäßig zu Proben treffen und mit der Zeit ein Vortragsprogramm erarbeiten. Mit diesem Repertoire tritt sie regelmäßig in die Öffentlichkeit. (*wie immer, gibt es Ausnahmen)

Diese Öffentlichkeit besteht  sowohl im kirchlichen als auch weltlichen Umfeld. Daher sollte darauf geachtet werden, dass eine Ausgewogenheit im Programm vorliegt. Also nicht nur Choräle und Renaissancemusiken oder nur Swing und Blues, sondern eine Mischung aus dem breiten Spektrum unserer Musik.  

Die Noten, aus denen diese Musiker spielen, sollten so beschaffen sein, dass sie relativ leicht spielbar sind und sich in einem Umfang bewegen, der für die meisten Spieler erreichbar ist. Die Tonarten sollten bläserfreundlich sein: B oder g, F oder d, Es oder c, As oder f. Die Tonhöhe sollte d1 möglichst nicht zu häufig überschreiten. Die wenigsten Bläser halten das über eine Stunde durch.

Die Lautstärke eines Posaunenchores ist ein gut hörbares Mezzoforte, das man gegebenenfalls auf ein immer noch gut hörbares Mezzopiano abschwächen und auf ein noch gut anhörbares Fortissimo anschwellen lassen kann. Keinesfalls soll man zu leise spielen, weil es für Laien sehr schwer ist, dabei einen gut klingenden Ton zu bilden. Also lieber etwas kräftiger als zu schwach.

Robert Hertwig, Hamburg im Januar 2018